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Was ist Reittherapie? In den Therapieeinheiten werden die Klienten behutsam an das Pferd herangeführt und mit ihm vertraut gemacht. Berührung und das Erleben des Getragenwerdens werden genutzt, um Blockaden zu lösen und Vertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen. In der Therapie kommen alle Tätigkeiten rund um das Pferd zum Einsatz, also das Versorgen des Pferdes genauso wie das Sitzen auf dem Pferderücken. Der Klient lernt alle Gangarten des Pferdes kennen. Er reitet an der Longe oder wird in der Bahn oder im Gelände geführt. Der Verlauf der Reittherapie folgt verschiedenen, aufeinanderfolgenden Phasen. Nach einem Eingangsgespräch und ersten diagnostischen Beobachtungen wird eine individuelle Therapieplanung erstellt. Eine ständige Überprüfung der Zielsetzung ist dabei selbstverständlich. Die Therapie endet mit einem Abschlussgespräch. Eingesetzt wird die Reittherapie bei Wahrnehmungsstörungen, Autismus, Down-Syndrom, AD(H)S, Sprachstörungen, Depressionen, Essstörungen, Lernstörungen, Störung des Sozialverhaltens, Bindungsstörungen, etc. Im Vordergrund steht die Einzeltherapie. Darüber hinaus werden aber auch Gruppensitzungen angeboten, um den Umgang mit anderen zu üben und die besonderen Dynamiken dieser Arbeitsform zu nutzen. Bei Kindern mit einer Behinderung wird in integrativen Gruppen gearbeitet. |